DSM 6.1-15047

Das nächste große Release von DSM (Disk Station Manager), das Betriebssystem der Geräte von Synology ist gestern veröffentlich worden. Es hört auf den Namen DSM 6.1-15047 und bringt einige interessante Neuerungen mit. Unter anderem File Self-Healing, Service Modularization, Flexible Update Options und Account Protection.
Meine DS415+ meldet seit heute das mögliche Update.

Im dazugehörigen Thread über das Thema liest man vereinzelt von Problemen mit dem Paket init_3rdparty.
Ok, es handelt sich hierbei nicht um eine „offizielle“ Erweiterung von Synology. Da aber das von mir eingesetzte Ultimate Backup dieses Paket als Abhängigkeit benötigt, werde ich die Sache aufmerksam verfolgen.

Auch die weiteren von mir verwendeten Pakete sind seitens Synology aktualisiert worden. 

Die Installation werde ich voraussichtlich am Wochenende machen. Im Zuge dessen erfolgt eine komplette Neuinstallation mit dem Filesystem „Btrfs„. Hier reizen mich insbesondere Funktionen wie z. B. Snapshots oder auch Copy-On-Write (COW). Dazu ist es eben notwendig die bestehenden Volumes (bisher ext4) zu löschen und neu mit Btrfs zu formatieren. Eine Umstellung im laufenden Betrieb gibt es nicht. Dank unterschiedlicher Backupversionen auf unterschiedlichen Speichern kann ich das relativ entspannt angehen. Leider bietet Synology keine Möglichkeit ein komplettes Backup inkl. aller Einstellungen der diversen Pakete machen zu können. Auch manuelle Änderungen in Konfigurationsdateien müssen wieder per Hand nachgepflegt werden.  

München und LiMux 4

Das Ende ist also besiegelt worden.

Der Münchner Stadtrat hat heute mit den Stimmen der Regierungsfraktionen von SPD und CSU beschlossen, in der Verwaltung von Linux zu Windows und anderen „marktüblichen Standardprodukten“ zurückzukehren. Bei üblichen Funktionen wie Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationsprogramm, PDF-Reader, E-Mail-Client und Internetbrowser sollen dabei ebenfalls „marktübliche Standardprodukte“ zum Einsatz kommen. Damit ist bereits auch ein Abschied von LibreOffice für Büroanwendungen weitgehend vorgezeichnet. Die Document Foundation zeigte sich enttäuscht darüber, „dass eine kleine Gruppe von Politikern offensichtlich den Rat genau derjenigen Experten ignoriert, die sie zuvor selbst ausgesucht haben„. Die Wende werde den Steuerzahler nach Ansicht der Stiftung 90 Millionen Euro über die nächsten sechs Jahre kosten. Dabei seien die Ausgaben noch gar nicht mitgerechnet, die anfielen, um alte, nicht unter aktuellen Windows-Versionen laufende Computer aufzurüsten.

Meiner bescheidenen Meinung nach liegt dieses Versagen nicht an dem Projekt LiMux und der verwendeten Distribution. Es ist das ausufernde System und die zersplitterte IT-Verwaltung der Stadt München. Neben dem dIKA (dezentrales Informations-, Kommunikations- und Anforderungsmanagement), und dem STRAC (IT-Strategie, IT-Steuerung & IT-Controlling gibt es noch den Eigenbetrieb it@M. Das wird -sofern die Verwaltung nicht grundsätzlich besser positioniert wird – mit „marktüblichen Produkten“ auch nichts werden.

Weitere Artikel über LiMux und dem langsamen Fall finden sich hier im Blog unter:

München und LiMux
München und LiMux 2
München und LiMux 3

 

München und LiMux 3

Es war abzusehen und nur noch eine Frage der Zeit…
Der sich als Microsoft-Fan ausgewiesene OB Dieter Reiter will auf biegen und brechen zurück zu dem Monopolisten.

Zitat:

Es ist bekannt, dass Open-Source-Software gelegentlich den Microsoft-Anwendungen hinterhinkt„, verlautbart Oberbürgermeister Reiter etwa im Behördenmagazin „Stadtbild“. Er selbst sei ein „Microsoft-Fan“ und könne ein „Lied von den fehlenden Funktionen“ singen.

Zitat/

Die regierenden Stadtratsfraktionen von CSU und SPD haben am Mittwoch über den federführenden Verwaltungs- und Personalausschuss einen Antrag gestellt, mit denen ihre Eckpfeiler zur Neuorganisation der kommunale Informations- und Kommunikationstechnik umgesetzt werden sollen.

Der komplette Artikel findet sich unter https://www.heise.de/newsticker/meldung/Von-Linux-zurueck-zu-Microsoft-Schwarz-Rot-in-Muenchen-will-LiMux-rauswerfen-3621178.html

Ich selbst habe über das Thema bereits unter „München und LiMux„, sowie unter „München und LiMux 2“ geschreiben.

Synology Surveillance Station

Letzte Woche habe ich mir eine Kamera bestellt – eine HIKVision DS-2CD2042WD-I(4mm)
Lieferung, Verpackung, Inhalt – alles perfekt. Nachdem ich die Kamera ein wenig begutachtet habe, wollte ich die natürlich auch in das heimische Netz bringen. Es ärgert mich immer maßlos, warum man solche Geräte nicht einfach auf DHCP konfigurieren kann. Ich mußte extra meine interne Netzwerkkarte auf das Netz 192.168.1 konfigurieren um die Kamera mit der Default-IP 192.168.1.64 ansprechen zu können. Dann konnte ich der Kamera auch eine IP – passend für mein Heimnetz – geben und die Netzwerkkarte vom PC auch wieder umkonfigurieren. Die Kamera selbst bringt bereits umfangreiche Möglichkeiten zur Überwachung/Aufnahme mit, aber ich wollte das eben über das Paket Surveillance Station von Synology machen. Die Einbindung der Kamera an die entsprechende Software war kein Problem. Nach Eingabe der IP wurde die Kamera durch die Surveillance Station grundlegend konfiguriert und war anschließend betriebsbereit. Ich hatte natürlich weitergehende Wünsche welche über das sture und monotone Aufzeichnen hinausgehen. Meine Vorstellung war, daß die Kamera innerhalb eines definierten Zeitplans bei erkannter Bewegung mit der Aufzeichnung beginnt, und mir eine eMail mit Screenshot schickt. Man sollte eigentlich davon ausgehen, daß dies im Jahr 2017 keine großartige Herausforderung sein sollte…

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Fritz!OS 6.80

In meinem letzten Beitrag habe ich ja bereits geschrieben:

Momentan werde ich mit Aktualisierungen regelrecht überhäuft.

Heute wurde meine Fritz!Box 7490 von AVM auf die eben veröffentlichte Version 6.80 aktualisiert.
Die vorherige Version 6.60 ist aber auch noch nicht so alt gewesen.
Das Update bringt ein paar interessante Änderungen mit sich.
So können unter anderem Freigaben der Ports per UPnP pro Gerät aktiviert werden, Band Steering bezeichnet den selbstständigen Wechsel eines dualbandfähigen Gerätes zwischen 2,4 und 5 GHz, Gruppierung der Heizköperregler und das Schalten der Fritz!Dect 200/210 durch akkustische Signale wie z. B. klopfen oder klatschen. Das aufspielen der Firmware hat rund 3 Minuten gedauert und ist ohne Probleme durchgelaufen.

Weitere Informationen zu diesen recht umfangreichen Änderungen/Neuerungen bietet das Changelog, welches sich durchaus zu lesen lohnt.